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Aktuelle Informationen zur Holzmarktlage in der Schweiz

Die aktuelle Situation bezüglich Coronavirus wirkt sich auch auf den Holzmarkt aus. Wegfallende Absatzmärkte, Engpässe bei Transport- und Lagerkapazitäten und die unsichere Entwicklung des Bauwesens stellen die Branche vor Herausforderungen und lassen die Nachfrage sinken.

Bild WaldSchweiz

Waldwirtschaft und Holzmarkt in Zeiten des Coronavirus

Momentan gibt es kaum mehr Absatzmöglichkeiten respektive Holztransporte ins angrenzende Ausland. In Italien und Frankreich sind die verarbeitenden Betriebe teilweise oder ganz stillgelegt. Es muss damit gerechnet werden, dass nun ein Grossteil der Holzmenge im Inland abgesetzt und verarbeitet werden muss. Engpässe bestehen bereits beim Holztransport vom Wald zu den Sägewerken und Engpässe gibt es teilweise bei den Schnittholzlager-Kapazitäten der Sägewerke. Es muss davon ausgegangen werden, dass diese Engpässe noch zunehmen werden, durch Baustellenschliessungen, krankheitsbedingte Ausfälle von Chauffeuren oder Ausfälle von Lastwagen und Maschinen, die in naher Zukunft evtl. nicht repariert werden.

Der Bundesrat hat bisher davon abgesehen, eine schweizweite Baustellenschliessung  anzuordnen. Einzelne Kantone sind aber vorgeprescht. Käme es landesweit zu Baustellenschliessungen, droht die Bau- und Holzwirtschaft auch in der Schweiz still zu stehen. Ein möglicher Stillstand im Bauwesen dürfte auch die Waldwirtschaft treffen, zumal der «Wirtschaftsmotor» wohl nicht so schnell wieder «rund» läuft. Demgegenüber sind jedoch viele Holzschläge in tieferen Lagen bereits abgeschlossen und das Forstpersonal kann mit etwas Flexibilität andere Waldarbeiten wie Pflanzungen, Jungwaldpflege oder Strassenunterhalt unter Einhaltung der Vorschriften des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) ausführen.

Lesen Sie hier das vollständige Informationsschreiben vom 25. März

Hier finden Sie weitere Informationen für Forstbetriebe zum Coronavirus von WaldSchweiz