Statuten

I. NAME, RECHTSFORM, SITZ

Art. 1     Name und Sitz

Unter dem Namen WaldThurgau besteht ein Verein im Sinne von Art. 60 u. ff. ZGB. Der Sitz von WaldThurgau befindet sich am Wohnort des jeweiligen Präsidenten.

WaldThurgau ist Mitglied des Verbandes WaldSchweiz gemäss Art. 3a) von WaldSchweiz Statuten vom 01.01.2010.

II. ZWECK

Art. 2     Zweck

WaldThurgau ist die Organisation der öffentlichen und privaten Waldbesitzer im Kanton Thurgau und hat den Zweck, die ideellen und wirtschaftlichen Interessen der Mitglieder zu vertreten und zu fördern.

Das Leitbild beschreibt die Ziele und Aufgaben des WaldThurgau. Es umfasst insbesondere die Bereiche:

  • Waldpolitik
  • Holzmarkt und Preisbildung
  • Zertifizierung
  • Öffentlichkeitsarbeit
  • Aus- und Weiterbildung

WaldThurgau setzt sich für eine möglichst grosse unternehmerische Freiheit und Selbständigkeit der Waldeigentümer und Forstbetriebe ein.

III. MITGLIEDSCHAFT

Art. 3     Mitglieder

Thurgauer Forstreviere können Mitglieder werden. Die Interessen der Mitglieder (alle Waldeigentümer des Reviers) werden durch Delegierte des entsprechenden Forstreviers wahrgenommen.

Art. 4     Aufnahme

Aufnahmegesuche sind schriftlich dem Vorstand einzureichen. Über die Aufnahme entscheidet die Delegiertenversammlung.

Art. 5     Austritt

Die Mitgliedschaft erlischt durch:

  1. schriftliche Austrittserklärung auf Ende des Geschäftsjahres
  2. Auflösung eines Forstreviers

Die austretenden Mitglieder sind für ausstehende Jahresbeiträge haftbar.

Art. 6     Ausschluss

Die Delegiertenversammlung kann auf Antrag des Vorstandes Mitglieder von WaldThurgau ausschliessen bei:

  • Verstössen gegen den Verbandszweck
  • Nichtbezahlen der Verbandsbeiträge
  • anderen wichtigen Gründen

Der Ausschluss hebt die Haftung für die geschuldeten Beiträge nicht auf.

Art. 7     Vermögensanspruch

Die ausgetretenen oder ausgeschlossenen Mitglieder haben keine Ansprüche auf das Verbandsvermögen.

IV. ORGANISATION

Art. 8     Organe des Verbands

Die Organe des Verbandes sind:

  1. die Delegiertenversammlung
  2. der Vorstand
  3. die Kontrollstelle

Art. 9     Delegiertenversammlung / Einladung

Die Delegiertenversammlung findet jährlich statt.

Eine ausserordentliche Delegiertenversammlung kann jederzeit einberufen werden, wenn der Vorstand es für notwendig erachtet oder wenn ein Fünftel der Forstreviere dies schriftlich verlangt.

Die Einberufung der Delegiertenversammlung hat mindestens 20 Tage vorher schriftlich, unter Bekanntgabe der zu behandelnden Traktanden, zu erfolgen.

Anträge der Mitglieder sind 40 Tage vor der Delegiertenversammlung schriftlich an den Präsidenten zu richten.

Art. 10  Beschlussfähigkeit und Beschlussfassung

Jede statutengemäss einberufene Delegiertenversammlung ist beschlussfähig.

Beschlüsse sind nur über traktandierte Geschäfte möglich.

Anträge aus der Delegiertenversammlung werden mit einfachem Mehr zur Beratung und Berichterstattung an den Vorstand überwiesen.

Art. 11  Stimmrecht

Die Anzahl der Delegierten pro Forstrevier wird wie folgt bestimmt:

- pro vollendete 100 ha Waldfläche je 1 Delegierter

Jeder Delegierte verfügt über ein Stimmrecht.

Die Delegierten sind im angemessenen Verhältnis der Eigentumsstruktur im Revier, besonders bezüglich öffentlichem und privatem Wald, durch das jeweilige Forstrevier auszuwählen.

Art. 12  Wahlen und Abstimmungen

Wahlen und Abstimmungen erfolgen offen mit Stimmkarten, sofern nicht mindestens ein Fünftel der anwesenden Delegierten eine geheime Ab-stimmung verlangt. Die Amtsdauer sämtlicher Organe von WaldThurgau beträgt vier Jahre. Die Wiederwahl ist zulässig.

Art. 13  Stimmenmehrheit

Bei Wahlen und Abstimmungen entscheidet unter Vorbehalt von Art.12 das einfache Mehr.

Bei Stimmengleichheit entscheidet bei Wahlen das Los, bei Abstimmungen der Vorsitzende.

Abstimmungen über Statutenänderungen erfordern eine Zweidrittelmehr-heit der anwesenden Delegierten.

Abstimmungen über die Auflösung von WaldThurgau erfordern eine Zweidrittel-mehrheit der anwesenden Delegierten.

Art. 14  Zuständigkeit der Delegiertenversammlung

In die Zuständigkeit der Delegiertenversammlung fallen folgende Geschäfte:

a) Wahl des Vorstandes, seines Präsidenten und der Kontrollstelle

b) Genehmigung des Jahresberichtes

c) Genehmigung der Jahresrechnung

d) Entlastung der Verwaltungsorgane

e) Festsetzung des Mitgliederbeitrages und Genehmigung des Budgets

f)  Entscheid über weitere Anträge des Vorstandes

g) Behandeln von Anträgen von Mitgliedern, die spätestens 40 Tage vor der Delegiertenversammlung eingereicht worden sind

h) Statutenänderungen

i)  Auflösen des Verbands und Beschlussfassen über die Verwendung des Verbandsvermögens

Art. 15  Vorstand

Der Vorstand besteht aus dem Präsidenten, einem Aktuar, einem Kassier und zwei bis vier weiteren Mitgliedern. Ein Vorstandsmitglied wird vom Kantonalen Forstamt vorgeschlagen.

Der Vorstand konstituiert sich mit Ausnahme des Präsidenten selbst.

Der Vizepräsident wird aus der Reihe der Vorstandsmitglieder vom Vor-stand bestimmt.

Der Vorstand handelt im Sinne einer Kollegialbehörde und trägt gemein-sam die Verantwortung für seine Entscheidungen und Handlungen.

Art. 16  Zuständigkeit des Vorstandes

Dem Vorstand obliegt:

a) Die Einberufung und Vorbereitung der Delegiertenversammlung

b) die Beschlussfassung über ausserordentliche Ausgaben bis total Fr. 15'000.- pro Jahr

c) Festsetzung von Entschädigungen

d) die Festlegung der Unterschriftsberechtigung

e) Beschlussfassung über die Holzmarkt- und Preispolitik

f)  Bestimmung von Delegierten oder Verwaltungsräte in andere Organisationen

g) die Wahl eines Geschäftsführers und die Regelung seiner Anstellungsbedingungen

h) die Erledigung aller Angelegenheiten, für die kein anderes Organ zuständig ist.

Art. 17  Kontrollstelle

Die Kontrollstelle besteht aus zwei Revisoren und einem Ersatz. Die Revisoren kontrollieren die Buchführung des Kassiers und sind berechtigt, Einblick in die Protokolle zu nehmen. Der Kontrollstelle steht jederzeit das Recht zu, Zwischenprüfungen vorzunehmen. Die Kontrollstelle erstattet einen schriftlichen Bericht und Antrag zuhanden der Delegiertenversammlung.

Art. 18  Geschäftsjahr

Das Geschäftsjahr beginnt am 1. Juli und endet am 30. Juni.

V. FINANZEN

Art. 19  Einnahmen

Die Einnahmen des Verbands setzen sich zusammen aus:

a) Beiträgen der Mitglieder

b) Abgaben respektive Anteile des SHF-Beitrages

c) Beiträge an Zertifizierung

d) Beiträge Dritter

e) Zuwendungen, Spenden, Schenkungen

Im Mitgliederbeitrag ist ein Abonnement des Organs von WaldSchweiz "Wald und Holz" eingeschlossen.

Art. 20  Reservefonds und Rückstellungen

Zur Sicherung der Verbandstätigkeit können zu Lasten der jährlichen Betriebsrechnung angemessene Beträge in einen allgemeinen Reservefonds eingelegt oder Rückstellungen für besondere Zwecke gebildet werden.

Über Entnahmen aus diesen Fonds oder die Auflösung und Verwendung der Rückstellungen entscheidet der Vorstand im Rahmen seiner Finanzkompetenz.

Art. 21  Haftung

Für die Verbindlichkeiten des Verbands haftet einzig das Verbandsvermögen. Die persönliche Haftung der einzelnen Mitglieder ist ausgeschlossen.

VI. SCHLUSSBESTIMMUNGEN

Art. 22  Inkrafttreten

Die vorliegenden Statuten wurden an der Delegiertenversammlung vom 17. November 2010 genehmigt und treten am 01.01.2011 in Kraft. Sie ersetzen die Statuten vom 25. November 1992.

 

Waldwirtschaftsverband Thurgau

Der Präsident   Der Aktuar

Urban Brütsch  Walter Schönholzer